Steierdorf

 
 

Nicht aber nur das schlechte Wetter kommt von daher rüber nach Sekul, wie die Alten früher sagten, sondern in meinem Fall auch das Glück, in der Person meiner Mariana!


Hoffentlich liest sie mal diesen Satz, und ich sammle Pluspunkte

bei ihr ;-)


Die Stadt, obwohl nur ca. 40 Km von Sekul entfernt, war für mich vor meiner „Mariana-Zeit" trotzdem eine große Unbekannte. Das lag daran, dass der Weg dahin beschwerlich war und die mit Schlaglöchern gesäte, kurvenreiche Strasse zu dieser Zeit kaum befahren war.

Später dann verschlechterte sich ihr Zustand so sehr, dass man einen 80 Km langen Umweg fahren musste, um dahin zu kommen.


Früher, in der Blütezeit des Kohleabbaus, schlängelte eine Schmalspurbahn von Reschitz, über Sekul, nach Steierdorf durch ein wunderschönes Karstgebiet. Es muss ein Augenschmaus und Fest für die Sinne gewesen sein, diese wildromantische Strecke mit dem Zug zu befahren.

Die Dampflok kämpfte schwer mit den Steigungen, die Fahrgäste konnten während der Fahrt aussteigen,Quellenwasser trinken, oder auch im Gebüsch Wasser ablassen ;) dann wieder aufsteigen und nach Stunden gemütlicher Fahrt durch immer dichter werdendem Wald, endlich in Steierdorf ankommen.


Als ich Anina - Steierdorf das erste Mal besucht habe, war ich von all den industriellen Bauten, von imposanten aber auch ästhetischen alten Fabrikgebäuden beeindruckt. Die Stadt war quicklebendig, laut und in voller Bewegung und Dynamik. Nach der Fahrt durch die ruhigen, unendlichen und dunklen Wälder, war es jedes Mal eine Überraschung, plötzlich durch das Treiben der Stadt aus seiner Meditation gerissen zu werden.


Umso mehr schmerzt es heutzutage, wenn man nur noch vor Ruinen dieser einstigen Pracht steht. Die Kohlengrube, das ehemalige Herz der Stadt, gibt kaum noch Arbeit, die Kumpels sind größtenteils weg.


- Fortsetzung folgt -



 

"Vun wo tes schlechte Wetta kummt!"


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